Editorial

Die Publikation, die Sie gerade in den Händen halten, ist keine Sammlung von Bieler Rezepten. Es handelt sich um die erste Ausgabe einer Gazette der Schule für Gestaltung in Biel, ein Pilotprojekt, das ein wenig experimentell ist. Ebenso wie das symbolträchtige Gebäude, in dem die Kurse stattfinden, hat auch die Schule eine reiche Vergangenheit, eine visionäre Haltung, ausgeprägte stilistische Eigenheiten und eine Tendenz, bescheiden zu bleiben und unauffällig zu arbeiten. Die Menschen, die hinter ihren Fassaden aktiv sind, repräsentieren eine Welt, die sich selbst in Frage stellt und sich in eine Realität projiziert, die alte Modelle hinterfragt, dabei aber gleichzeitig die Chancen nutzen will, die ihr geboten werden. Dazu gehört die Eröffnung eines völlig neuen Ausbildungsgangs mit dem Namen CPMD, der für „Classe Professionnelle Media & Design“ steht. Diese gemischte französischsprachige Ausbildung bildet in einer einzigen Klasse Fotografen, Mediamatiker und Interactive Media Designer aus, was in der Schweiz einzigartig ist. Die CPMD-Klasse teilt sich die Räumlichkeiten mit Grafikdesignern und angehenden Künstlern. Als Neuling an der Schule erkundet sie mit Neugier und Interesse diese klangvolle und energetische Umgebung und seziert dabei einige schulischen Eigenheiten. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Bielerinnen und Bielern die Kunstschule von innen heraus zu zeigen. So entstand „roesti“, das Ihnen hiermit vorliegt, eine Plattform, die Brücken zwischen den Schülern, zwischen den Ausbildungen, zwischen den Generationen, zwischen den Sprachen, zwischen den Kulturen schlagen will. roesti möchte Ihnen in erster Linie reichhaltige und leckere Inhalte servieren. roesti bemüht sich, zu erforschen, was die Einheiten der Schule untereinander oder mit externen Auftraggebern verbindet. roesti stellt sicher, dass die Schule auf sichtbare und relevante Weise am kulturellen Leben der Stadt Biel teilnimmt. roesti zeigt, was entsteht, wenn man verschiedene Standpunkte zusammenbringt und darüber spricht. roesti hat den Ehrgeiz, die Sprachbarriere ein wenig zu überwinden und einen Teil des kulturellen Grabens zu überbrücken. Kurz gesagt, roesti träumt davon, alle zusammen zu bringen. Willkommen und viel Spaß beim Lesen!
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